Serbien ist ein Balkanland und liegt in Mittel-Südeuropa. Die Naturschönheiten des Landes machen Serbien zu einem beliebten Touristenziel. Doch auch die lebendigen Großstädte und die kleinen Dörfer ziehen immer mehr Reisende an.
Historisch hat das Land auch sehr viel zu bieten. So wurden in Serbien sieben römische Kaiser geboren. Ihnen wurden unzählige Denkmäler und Stätten gewidmet, die im ganzen Land verteilt sind. Außerdem kann man wunderschöne Mittelalterliche orthodoxe Klöster erkunden, die auch einen Besuch wert sind. Und wenn man noch weiter in die Geschichte zurück will, dann ist man in Serbien genau richtig. Denn hier kann man Spuren der ältesten europäischen Siedlungen besuchen.
Die Serben sind freundliche und aufgeschlossene Menschen. Sie erzählen Besuchern gern etwas über ihre Heimat. Und in den letzten Jahren hat sich Serbien zu einem beliebten Ziel für Musik- und Festival- Fans entwickelt. Davon abgesehen ist die Hauptstadt eine der beliebtesten Städte und die Partyhochburg des Landes.
In Serbien gibt es viele verschiedene Dinge, die man machen kann, darum solltest du dir diese Liste anschauen, um etwas passendes für dich zu finden.
Belgrad

Belgrad wird auch die „Weiße Stadt“ genannt und ist heute die Hauptstadt von Serbien. Früher war sie die Hauptstadt von Jugoslawien. Und auch darum ist Belgrad heute durch eine Mischung aus verschiedenen architektonischen Einflüssen geprägt. Es gibt viele verschiedene Sehenswürdigkeiten in Belgrad die man nicht verpassen sollte. Dazu gehört die Kalemegdan Festung, die viele Angriffe erlitt, mehrfach zerstört und anschließend wieder aufgebaut wurde. Die Byzantiner, die Ungarn und die serbischen Könige prägten die Architektur dieser Belgrader Festung.
Als nächstes wäre der Platz der Republik zu nennen, an dem sich auch das Nationaltheater und Museum von Belgrad befinden. Beide sind für Kulturinteressierte einen Besuch wert. Und wer gern etwas über die abwechslungsreiche Geschichte von Serbien erfahren will ist in der Belgrader Kathedrale und dem Alten Königspalast genau richtig.
Daneben ist der Belgrader Zoo zu nennen, er bietet eine willkommene Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt.
Die Fußgängerzone Knez Mihailova ist eine beliebte Einkaufsstraße in Belgrad die zum Shopping einlädt. Nicht weit davon entfernt liegt die Nachbarschaft Skardarlija. Dieses urbane Altstadtviertel ist sehr beliebt bei Künstlern und Partypeople und auf jeden Fall einen Bummel wert. Denn die Hauptstadt Serbiens hat ein pulsierendes Nachtleben. Weswegen Belgrad auch manchmal als das „Berlin des Balkans“ bezeichnet wird. Entlang der beiden Flüsse befinden sich viele Boote und Kähne, sie werden Splavs genannt. Einige Belgrader Splavs wurden zu Nachtclubs umfunktioniert und sind mittlerweile zu einem Markenzeichen der Stadt geworden. Sie spielen die verschiedensten Musikstille, somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Novi Sad
Novi Sad ist eine entspannte und charmante Stadt. Sie bietet einen schönen Gegensatz zur pulsierenden Energie Belgrads. Sie ist die zweitgrößte Stadt in Serbien und am Ufer der Donau gelegen, gegenüber des Gebirges Fruska Gora. Die Stadt wurde ursprünglich von serbischen Kaufleuten gegründet. Und heute ist sie ein Industrie- und Finanzzentrum. Vom Hafen aus, in der Nähe der Varadin-Brücke, können Flusskreuzfahrten auf der Donau gemacht werden.

Doch bei Musik-Fans ist die Stadt wohl eher berühmt für das jährlich stadtfindende EXIT Musik Festival. Das EXIT Festival fand zum ersten Mal im Jahr 2000 statt und hat sich seitdem zu einem der beliebtesten und erfolgreichsten Festivals im östlichen Südeuropa entwickelt. Seit dem kommen jedes Jahr unzählige Festivalbesuche aus ganz Europa.
Niš

Niš ist eine der ältesten Städte Europas und die drittgrößte Stadt in Serbien. Niš wird als wichtiger Zwischenstopp zwischen Mitteleuropa und dem Nahen Osten betrachtet. Die Stadt ist von Flüssen und Bergen umgeben. Außerdem ist Niš ein echtes Paradies für Geschichtsliebhaber. Denn das Stadtbild ist durch die Spuren vergangener Epochen geprägt. So ist sie auch berühmt als Geburtsort des Kaisers Konstantin. Ansonsten hat Niš aber auch eine junge und lebendige Atmosphäre. Das liegt höchstwahrscheinlich an der Universität von Nis.
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Niš ist der Schädelturm. Diese Sehenswürdigkeit ist vor allem etwas für Leute, die sich für Geschichte interessieren. Der Turm stammt aus der Zeit der Osmanen. Die Schädel sowie die Knochen gehören den gefallenen Rebellen des ersten serbischen Aufstandes gegen die Osmanen. Der Eintritt zu dem Turm kostet ca. 2€.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Festung von Niš. Tagsüber dient sie eher als Park zum Spazierengehen und am Abend ist sie ein beliebter Treffpunkt für die Jugend von Niš. Warum also nicht einfach für das Abendessen eins der Restaurants in der Festung aufsuchen und sich unters Volk mischen. Dort sollte man dann unbedingt Burek aus Niš probieren, denn es heißt hier gibt es den besten in ganz Serbien.
Subotica

Subotica ist die fünftgrößte Stadt in Serbien und eine der schönsten des ganzen Landes. Die Stadt ist bekannt für ihre Bauwerke im Sezessionsstil. Dieser Architekturstiel basiert auf dem Art-Nuvo Stiel und ist auf der ganzen Welt für seine bunt verzierten Gebäude bekannt. Unter den Top Sehenswürdigkeiten in Subotica befinden sich Gebäude, die genau in diesem Sezessionsstil erbaut wurden. Außerdem ist Subotica die nördlichste Stadt von Serbien und befindet sich ganz in der Nähe zur Grenze zu Ungarn. Darum gibt es in der Stadt auch viele Ungaren, die hier schon seit vielen Jahren leben. Was auch der Grund ist, warum man hier beide Sprachen sieht.
Das Rathaus muss man gesehen haben. Es befindet sich im Zentrum und ist das Wahrzeichen von Subotica. Der Turm des Rathauses ist über 70 Meter hoch und besitzt eine Aussichtsplattform, von der man einen wunderschönen Blick auf das Panorama von Subotica hat.
Die Subotica Synagoge ist ein weiteres beeindruckendes Gebäude im Sezessionsstiel (Art-Nuvo Stiel). Die Synagoge dient heute mehr als Museum als eine tatsächlich aktive Synagoge. Der Eintritt liegt bei ca. 2€. Das ganze Gebäude ist mit Blumenmotive von Tulpen, Rosen, Lilien und Pfauenfedern verziert.
Der Raichle Palast ist ein weiteres Beispiel für die wunderschöne Baukunst in Subotica. Direkt vor dem Bahnhof liegt der Raichle Ferenc Park und am anderen Ende der wunderschöne Raichle Palast. Das Gebäude wurde von dem Architekten Raichle Ferenc entworfen und zu seinem eigenen Zuhause gemacht. Heute befindet sich darin eine Kunstgalerie, die besucht werden kann. Hier die Internetseite des Raichle Palasts: https://sgsu.org.rs
Abgesehen von diesen drei Bauwerken gibt es noch viele weitere Sezessions-Gebäude, die die Stadt zu einer echten Schönheit machen.
Kusturicas Town – das Holzdorf

Kusturicas Town ist ein buntes und malerisches Holzdorf. Es befindet sich im Bezirk Zaltibor in der Nähe der Stadt Uzice. Es trägt den deutschen Namen Küstendorf. Das Dorf ist durch sein Aussehen in den letzten Jahren zu einer großen Attraktion geworden. Im Jahr 2002 wurde es von dem berühmten serbischen Filmemacher Emir Kusturica gebaut. Anlass war sein Film „Das Leben ist ein Wunder“. Kusturicas Town zeigt die Einzigartigkeit und kreative Energie des Filmemachers. Und wer gerne Urlaub in dem Dorf machen möchte, kann sogar in den Holzhäusern übernachten. Außerdem findet in dem Dorf, immer im Januar das internationale Musik und Filmfestival Küstendorf statt.
Webseite des Dorfes: Mećavnik – Drvengrad | Tourist resort (mecavnik.info)
Djerdap Schlucht – Eiserne Tor

Die Djerdap Schlucht ist die größte Flussschlucht Europas. Gleichzeitig ist sie die einzige Schlucht an der Donau. Die Schlucht wird auch als „Iron Gate“ („Eiserne Tor“) bezeichnet. Sie erstreckt sich rund 99 Kilometer entlang der Karpaten. Außerdem bildet die Djerdap Schlucht einen Grenzabschnitt zwischen Serbien und Rumänien.
Am besten erkundet man die Djerdap Schlucht während einer Bootstour. Häufig buchen Touristen Tagesausflugs-Touren, sie belaufen sich auf rund 50 Euro. Dabei fährt man beispielsweise auch an der Golubac Festung vorbei. Sie ist eine mittelalterliche Festung aus dem 14. Jahrhundert und kann auch besichtigt werden. Oftmals ist bei diesen Bootstouren ein Mittagessen im Preis enthalten. Start und Rückkehr-Punkt dieser Tagesausflüge sind Belgrad oder Novi Sad.
Festung Golubac

Bei einem Besuch des Eisernen Tors entdeckt man während einer Bootstour die mittelalterliche Festung Golubac. Die Festung am Donauufer zählt zu den schönsten von ganz Serbien. Wann und von wem die Festung erbaut wurde, ist nicht direkt bekannt. Sie wird zum ersten Mal in schriftlichen Urkunden aus dem 14. Jahrhundert erwähnt. In seiner Geschichte hat die Festung viele verschiedene Herrscher gesehen – die Serben, die Ungaren und auch das Osmanische Reich. Nachdem die Festung mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommen war, begannen im Jahr 2014 Renovierungsarbeiten. Als Teil eines EU Projektes wurde die Anlage bis 2016 rekonstruiert.
Heute gibt es dort ein Besucherzentrum mit einem Museum, einem Restaurant und „natürlich“ auch mit einem Souvenirshop. Außerdem wurde das Donauufer befestigt, an dem es jetzt eine Anlegestelle gibt, die für kleine Ausflugsschiffe sowie für große Flusskreuzfahrtschiffe geeignet ist. Der Eintritt variiert je nachdem welchen Teil der Anlage man sehen will und ist abhängig vom Tag. Somit liegt der Preis ca. zwischen 5-13 Euro. Mehr zur Festung und den Eintrittspreisen hier: Golubac Festung
Lepenski vir

Ein weiteres Highlight in dem Gebiet des Eisernen Tores ist das Lepenski vir Museum. Es ist eigentlich eine archäologische Ausgrabungsstätte. Bei den Funden handelt es sich um die Überreste der Lepenski Vir Zivilisation. Für Archäologen sowie für jeden Hobbyarchäologen ist diese Kultur ein außerordentlich wichtiger Begriff. Denn die Lepenski Vir aus Serbien gelten als die wichtigste prähistorische Kultur in Europa. Man sagt hier haben sich die Menschen von Jägern und Sammlern zu organisierten Bauerngemeinschaften entwickelt. In dem Museum kann man die Überreste der Siedlungen, die etwa 6500 bis 5500 v. Chr. gebaut wurden, bestaunen. Es ist schon beeindruckend das man hier die Spuren der ältesten europäischen Siedlungen besuchen kann.
Die Lepenski Vir Ausgrabungsstätte wurde ursprünglich an einer anderen Stelle gefunden. Doch sie musste aufgrund des Baus des Wasserkraftwerkes weichen. Die gesamte Ausgrabung wurde in die Nähe des Städtchens Donji Milanovac verlagert, wo sie nun von einer modernen Kuppelkonstruktion überdacht wird.
Der Tara National Park in Serbien

Naturliebhaber werden im Tara National Park die unvergleichliche Natur Serbiens genießen dürfen. Der Nationalpark beheimatet viele natürliche Landschaften und atemberaubende Aussichtspunkte. Der Tara National Park gilt als einer der am dichtesten bewaldeten Berge in Europa. So ist der überwiegende Teil des Nationalparks vor allem mit Nadelwäldern bedeckt. Für Outdoorenthusiasten gibt es im Tara Nationalpark ca. 300 Kilometer gekennzeichnete Wanderwege. Sowie Radwege die das ganze Jahr über geöffnet sind. Wer gerne beeindruckende Aussichtspunkte besucht, kommt im Tara Nationalpark voll auf seine kosten. Der beliebteste und oft fotografierte Punkt ist die Banjska Stena Aussicht.
Drina River Rock House

Der Fluss Drina bildet die Grenze zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina. Und dort befindet sich auch eine besondere Attraktion. Das Drina Flusshaus. Es gelangte zu seiner Berühmtheit durch eine Fotografie im National Geographic Magazin. Das Haus ist auf einem Felsen mitten im Wasser erbaut. Der Besitze hat das Flusshaus schon mehrfach wiederaufgebaut, weil das Hochwasser der Drina das Haus schon öfter weggespült hat. Das Flusshaus ist auch heute weiterhin im Privatbesitz und wird nur von den Leuten benutzt, die es erbaut haben. Jedoch gibt es gegenüber ein Restaurant, von dem aus man einen schönen Blick auf das Haus hat.
„Staro selo“ Freilichtmuseum in Sirogojno

In der Region Zlatibor, die eigentlich als Wintersportzentrum bekannt ist, kann man Serbiens ältestes Freilichtmuseum besuchen. Das Museum ist in dem Dorf Sirogojno angesiedelt und trägt den Titel „Staro selo“ was übersetzt „Altes Dorf“ bedeutet. Das Freilichtmuseum zeigt über 40 traditionelle Holz Häuser, die aus der gesamten Region Zlatibors zusammengetragen und hier wieder aufgebaut wurden. In dem Etno Dorf bekommt man einen Einblick wie das Leben in dieser Bergregion im 19. und 20. Jahrhundert ausgesehen hat.
Neben den Häusern die als Museumsausstellung dienen, gibt es ein Restaurant und verschiedene Shops. Das Restaurant ist ein Wirtshaus, in dem die Besucher lokale und authentische Traditionsgerichte genießen können. In den Souvenirgeschäften werden Töpfereien, Kleidung und Haushaltsprodukte aus Wolle sowie hausgemachte Lebensmittel verkauft. Weiterhin gibt es auch Unterkünfte, die im Stil dieser traditionellen Häuser für Übernachtungen gebucht werden können.
Die Resava Höhle
Die Resava Höhle ist eine der ältesten Höhlen in Serbien. Die Höhle wurde 1962 entdeckt. Und sie ist 2,8 Meilen lang und 1,75 Meilen tief. Im Jahr 1972 wurde sie erstmals für Besucher geöffnet. Die beeindruckende Höhle besteht insgesamt aus 8 Sälen. In ihnen sind die faszinierenden Stalaktiten und Stalagmiten gewachsen. Alle Säle tragen einen eigenen Namen. Jeder Name steht entweder für das Aussehen, die Akustik oder die darin gefundenen Gegenstände.

Davon abgesehen gibt es aber noch weitere Höhlen in Serbien. Die Ceremošnja Höhle, die Bogovinska Höhle, die Hadži Prodanova Höhle, die Dubočka pećina Höhle, die Ravništarka Höhle, die Potpećka Höhle, die Höhle von Rajko, die Risovača Höhle, die Stopića Höhle, die Zlot Höhle.
Der Uvac Fluss

Der wunderschöne Uvac Fluss fließt zwischen den Städten Nova Varoš und Sjenica. Die Schlucht des Uvac Flusses ist ein Naturschutzgebiet und fließt zwischen den Bergen Zlatar und Zlatibor. Er zeichnet sich besonders durch einen bemerkenswerten Kurvenverlauf aus. Einen atemberaubenden Blick auf diese Kurven erhält man von einem Aussichtspunkt in den Bergen.
Die Schlucht des Uvac Flusses ist auch bei Vogelbeobachtern sehr beliebt. Weil hier mittlerweile sehr viele geschützte Vogelarten beheimatet sind. Eine beliebte Freizeitaktivität ist das Befahren der Flussschlingen mit Touristenbooten oder Katamaranen. Außerdem werden auch Wanderungen in Begleitung eines Parkwächters angeboten. Die Webseite des Uvac Naturschutzgebieters ist leider nur in Serbischer Sprache verfügbar. Zur Not nutzt man einfach ein Übersetzungs- Tool um sich auf der Seite zurecht zu finden.
Đavolja varoš – Teufelsstadt – Devil´s Town
Die Teufelsstadt wird auf Serbisch Đavolja varoš genannt, und befindet sich im Radan Gebirge im südlichen Teil Serbiens. Bei der Teufelsstadt handelt es sich um außergewöhnliche Steinformationen die ein wahres Wunder der Natur sind. Sie besteht aus insgesamt 202 Steinfiguren. Einige dieser Figuren sind bis zu 15 Meter hoch. Sie bildeten sich dadurch, dass die umliegenden Tonschichten durch den Regen abgetragen wurden und so die Steinfiguren formten.

Abgesehen von der natürlichen Entstehung der Figuren existieren einige Legenden über die Teufelsstadt. Eine Legende handelt von einer Hochzeit. Bei der der Teufel eine Familie dazu brachte eine Schwester und einen Bruder zu verheiraten. Die gesamte Familie und alle Hochzeitsgäste sollen die versteinerten Figuren darstellen. Eine zweite Legende besagt das es versteinerte Teufel sind, die von Menschen auf dem Rücken getragen wurden. Diese mussten dann an der Kirche in der Nähe übernachten um die Teufel loszuwerden. So oder so ist die Teufelsstadt von Serbien ein Bemerkenswertes Naturdenkmal, dass man gesehen haben muss.